Sitzungen der Bezirksvertretung

Bezirksvertretung in Fischeln

Nach der Gemeindeordnung des Landes NW (GO NW) sind alle kreisfreien Städte, also auch Krefeld, dazu verpflichtet, ihr Stadtgebiet in Stadtbezirke einzuteilen und Bezirksvertretungen einzurichten. Gesetzesgrundlage für die Einrichtung von Bezirksvertretungen ist § 35 GO NW. Soweit nicht der Rat nach § 41 Abs. 1 ausschließlich zuständig ist, entscheiden die Bezirksvertretungen unter Beachtung der Belange der gesamten Stadt und im Rahmen der vom Rat erlassenen allgemeinen Richtlinien in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den jeweiligen Stadtbezirk hinausgeht. Hierzu gehören z.B. Unterhaltung und Ausstattung der im Stadtbezirk gelegenen Schulen und öffentlichen Einrichtungen, wie Sportplätze, Altenheime, Friedhöfe, Büchereien und ähnliche soziale und kulturelle Einrichtungen, kulturelle Angelegenheiten des Stadtbezirks einschließlich Kunst im öffentlichen Raum, Heimat- und Brauchtumspflege im Stadtbezirk, Pflege von vorhandenen Paten- oder Städtepartnerschaften. Es sind außerdem regelmäßige Einwohnerfragestunden eingerichtet.

Jede*r Bürger*in hat die Möglichkeit, sich im Ratsportal der Stadt Krefeld auch über die Sitzungen der Bezirksvertretung Fischeln tagesaktuell zu informieren.

Bürgersprechstunde im Fischelner Rathaus

Regelmäßig findet eine Bürgersprechstunde mit der Fischelner Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm im Rathaus, Kölner Straße (Erdgeschoss, Zimmer 3) statt. Im persönlichen Gespräch können Wünsche und Anregungen zu bezirklichen Themen erörtert werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sitzung der Bezirksvertretung (BZV) am 16.11.22

Am 16. 11. tagte die Fischelner Bezirksvertretung wieder in der Aula des MSM-Gymnasiums. Zu Beginn stand die Einführung und Verpflichtung eines neuen Mitgliedes der BZV Fischeln auf der Tagesordnung. Claus-Dieter Preuss folgt Hans-Günter Koch, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt hat.

Ebenso hat es einen personellen Wechsel im Fachbereich Bürgerservice gegeben. Als Nachfolger des bisherigen Bezirksverwaltungsstellenleiters Bernd Weinberg wird Marcel Mack die Leitung der Bezirksverwaltungsstelle im Fischelner Rathaus übernehmen.

Noch einmal stand das Radverkehrskonzept Krefeld auf der Tagesordnung. Die Bezirksverordneten hatten sich dazu in einer Arbeitskreissitzung mit dem Konzept auseinandergesetzt. Die erarbeiteten Änderungsanträge wurden in der BZV-Sitzung einstimmig beschlossen, wie z. B. der Antrag zu den Parkmöglichkeiten auf der Kölner Straße. Dieser lautete [...] „mit dem Radverkehrskonzept und dem daraus abgeleiteten Maßnahmenplan werden zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs definiert. Nicht in den Blick genommen werden die Konsequenzen, die sich für andere Mobilitätsformen ergeben. So wird der Wegfall des ruhenden Verkehrs entlang der Kölner Straße zwischen Hafelsstraße und Untergath auf der westlichen Seite die Anwohner:innen erheblich belasten.“ Deshalb haben die Bezirksverordneten alternative Parkmöglichkeiten im Umfeld der Kölner Straße beschlossen, die dann in das Radverkehrskonzept aufzunehmen sind.

Weiter sollen die leichtathletischen Bereiche des Willi-SchlösserSportparks saniert und umgestaltet werden. Die Bezirksvertretung nahm das Vorhaben zustimmend zur Kenntnis.

Es folgte eine Präsentation durch die Verwaltung zum „Integrierten Handlungskonzept Fischeln“. Die umfangreiche Vorlage dazu wird in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 14. Dezember noch einmal auf der Tagesordnung stehen.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder in der Bezirksvertretung die Errichtung eines breit aufgestellten Stadtteil- und Kulturzentrums Fischeln in der historischen städtischen Immobilie am Marienplatz 85 und beauftragte die Verwaltung mit der zeitnahen Prüfung einer Realisierung des Projektes unter Einbeziehung von Kultur, Vereinen und Politik vor Ort.

Ebenso wurde beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, in Rücksprache mit der SWK mobil eine Anpassung der aktuellen Vorbehaltsschaltung der Straßenbahnlinie 041 an der Kreuzung Kölner-/Hafelsstraße mit dem Ziel der Reduzierung von Rückstaus auf der Hafelsstraße während des Ein- und Ausstiegs der Fahrgäste vorzunehmen. (FiWo)

9. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) am 23.06.2022

Wegen des immer noch dauernden Umbaus des Fischelner Rathauses fand die 9. Sitzung der Fischelner BzV erneut in der Aula des MSMGymnasiums statt.

Sachstand: Kinder-Tagesbetreuung in KiTas und in der Tagespflege
Die betreffenden Fachbereiche der Verwaltung waren nicht vertreten, sodass als Info nur die umfangreiche schriftliche Ausarbeitung für ganz Krefeld und für die Stadtteile vorlag. Danach haben sich die Einwohnerzahlen unter 6 Jahren in Krefeld von 2017 von 12.278 leicht auf 13.011 in den 5 Jahren bis 2021 leicht erhöht, in Fischeln fielen sie dagegen leicht von 1357 auf 1276. Für das Jahresende 2022 wird mit einem Versorgungsgrad von 28 (30)% für unter 2-Jährige, mit 43,8 (46)% unter 3-Jährige und mit 102,8 (100)% ab 3 Jahren gerechnet (in Klammern die Sollzahlen). Wanderungsbewegungen fallen nur wenig ins Gewicht. Für das neue Wohngebiet Plankerheide zwischen Friedhof und Steinrath wird eine Vorplanung erarbeitet.

Bezirksbezogene Haushaltmittel
Der Stadtrat gewährt den einzelnen Bezirksvertretungen für das Jahr 2022 eine Mittelzuweisung von je 8960 EURO für unterstützungswürdig Aktionen und Gruppen. Nach jetziger Diskussion in der BzV Fischeln sollen der Naturgarten Oberbruch (GBV Fischeln), die Grundschule Königshof, die Initiative 3333-Bäume, der Kinderkarnevalsverein Stahldorf, der SV Neptun sowie die Kinder-Uni Zweistein unterschiedliche Beträge für besonders ausgewiesene Projekte erhalten.

Verschenktag
Die BzV beriet eingehend über einen Antrag anhand eines ähnlichen Probelaufs in Wuppertal, auch in Fischeln jährlich einen Verschenktag einzuführen, an dem Anwohner gut erhaltenen Gegenstände zum kostenlosen Mitnehmen vor die Haustür stellen. Bedenken wurden laut, dass eine solche Aktion möglicherweise unlautere Zeitgenossen auf den Plan ruft, Betrügereien entstehen und die Sicherheit der Anwohner geschmälert werden könnte. Beschlossen wurde dagegen, mit der Verwaltung abzusprechen, ob es möglich wäre, einmal im Jahr auf dem Marienplatz einen solchen Verschenktag/Trödelmarkt zuzulassen. Das Organisatorische dazu kann die Stadt allerdings nicht übernehmen, sondern dazu müsste sich ein Veranstalter, eine Gruppe, ein Verein usw. finden.

Querungshilfe Anrather Straße/Krützboomweg
Seit Jahren bemühen sich BzV und Seniorenbeirat in der S-Kurve von Anrather/Marien- und Hafelsstraße, dass Querungshilfen für Fußgänger mit und ohne Behinderung sowie für Radler eingerichtet werden. Jetzt ist der Antrag hinzugekommen, auch über die westliche Anrather Straße hinweg einen Überweg zu schaffen, damit z.B. Eltern ihre Kinder von dem Gebiet Bergheimer Straße usw. zur KiTa am Krützboomweg ohne Gefahr bringen können. Die Stadt könnte dazu einen Zebrastreifen oder Rumpelnägel oder /und eine 30-km-Zone einrichten. Dabei sollte eine Gesamtlösung entlang der Anrather Straße bald erfolgen.

Eingezäunte Freilaufwiese für Hunde
In Fischeln gibt es drei große Hundewiesen, eine im östlichen Teil des Stadtparks und zwei entlang der K-Bahn, die mit Leinenzwang genutzt werden dürfen. Eine davon sollte, so die BzV, mindestens zu einem Teil eingezäunt werden, damit Hunde dort ohne Leine laufen dürfen und damit Fußgänger und besonders Radler verkehrssicher die Stellen passieren können. Das würde auch dem relativ neuen Tierschutzgesetz entsprechen. Allerdings sollte nur eine preiswerte Lösung gefunden werden, die in einem richtigen Kosten-NutzenVerhältnis steht.

Fehlende Bürgersteige Kimpler Straße/Ecke Altmühlenfeld
Seit Jahren bemüht sich die BzV, an dem oben genannten Kreuzungsbereich sichere Fußwege eingerichtet zu bekommen. Im Zusammenhang mit den zukünftigen Unterflur-Abfallcontainern an dem angrenzenden Rasenstück (Ersatz für bisherige Container auf dem Bunker-/Marienplatz) und den Baumaßnahmen dazu, sollte die Stadt die Gelegenheit nutzen, gleichzeitig auch die fehlenden Bürgersteigstücke einbauen. Dabei sollte die Fläche vor den neuen Containern schraffiert werden, damit sie nicht zugeparkt wird und Anlieferungs- und Abtransportfahrzeuge anfahren können.

Umfahrgitter sollte verschwinden
Über Jahrzehnte hinweg wurden in Krefeld und anderswo, aber nicht in Holland, zum Leidwesen der Radler sogenannten Drängelgitter/Umlaufsperren eingebaut. Damit wenigstens in kleiner Anzahl solche zumeist unsinnigen Sperren abgeändert werden, stellt die BzV den Antrag an die Stadt, ein solches am Haus Hafelsstr. 100F (Sackgasse) am Neerenbroicker Weg (K-BahnWeg) abzubauen und dafür Poller zu setzten, damit Radler nicht weiterhin unsinnigerweise behindert werden.

Fehlender Radwegübergang am Eisenbahnübergang Anrather Straße
Seit vielen Jahrzehnten ist die Eisenbahnstrecke Krefeld-Mönchengladbach stillgelegt. Lediglich ein kleiner Teil des seltenen Rangierverkehrs in den Edelstahlwerken findet dort noch statt. Der querende wunderbar hergerichtete Radweg entlang der Anrather Straße ist dort unterbrochen, und Radler müssen gefährlich auf die Autofahrbahn.

Die BzV fordert die Stadt auf, die Hängepartie endlich zu beenden, dazu die jetzigen Eigentümer der Bahnstrecke zu ermitteln, mit ihnen in Verhandlungen einzutreten und endlich eine Radwegquerung einzurichten. LN FiWo

Bei ihrer Sitzung trugen alle Mitglieder der BzV und Gäste demonstrativ und vorbildhaft Corona-Schutzmasken. Schließlich steigen trotz des Sommers die Corona-Zahlen deutlich.

Nächste Sitzungen auch wieder mit Einwohnerfragestunde: Am 21. September 10. Sitzung mit möglichen Themen: Rathaus Fischeln, nicht abgesenkte Bordsteine; am 16. November

7. Sitzung der Bezirksvertretung (BZV) Fischeln

Nach fast zwei Jahren war der Leiter des Fischelner Rathauses, Bernd Weinberg, wieder genesen zurück und konnte an der Sitzung wie gewohnt teilnehmen und das Protokoll führen. Dazu wurde er vom gesamten Plenum mit großer Freude, guten Wünschen und viel Applaus in der Aula des MSM-Gymnasiums herzlich willkommen geheißen. Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm, Ina Spanier-Oppermann und Jürgen Oppers überreichten ihm Präsente.

Bebauungsplan 834 Kölner/Jakob-Lintzen-Str.
Am 10. Februar 2022 wird der Stadtrat über das Bauprojekt beschließen, nachdem es das normale Vorbereitungsverfahren mit Auslage und mit öffentlicher Anhörung durchlaufen hat. Es hat zum Inhalt, das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule (Erich-Kästner-Schule) zu erhalten und zu einem Wohnhaus mit etwa 19 Wohneinheiten umzunutzen. Der Platz davor wird nicht bebaut. Das gesamte Gebiet wird als Mischgebiet für Wohnen und für nicht störendes Gewerbe ausgewiesen.

Aufnahmerahmen Krefelder Grundschulen
Im Jahr 2022 werden in Krefeld nach heutigem Stand 2.172 Schulneulinge eingeschult werden, rund 150 mehr als 2021. Das führt da und dort in Krefeld zu mehr Eingangsklassen; möglicherweise sind bauliche Maßnahmen erforderlich.

Die vier Fischelner Grundschulen sind davon nicht betroffen. Die Grundschule Stadtpark Fischeln (Wimmersweg) erhält drei Eingangsklassen, die Grundschule Vulkanstraße zwei Eingangsklassen, die Grundschule Königshof (Oberbruchstraße) drei Eingangsklassen, und die Südschule (Kölner Str.) behält wegen des dortigen integrierten Lernens insgesamt zwölf Klassen.

Verkehrsberuhigung Hafels-/Marien-/Anrather und Rosenstraße
In zwei ähnlichen Anträgen fordern CDU sowie SPD und Grüne die Verwaltung auf, wie bereits am 18. 12. 2019 geschehen, die Verkehrssituation für Radler und besonders für Fußgänger im genannten Bereich mit geeigneten Maßnahmen zu beruhigen, z.B. mit Zebrastreifen, anderen baulichen Maßnahmen, Aufpflasterungen, Drückerampeln usw. So werden gezielt auf der Anrather Str. vor Haus 43, auf dem Abzweig der Anrather Straße zur Rosenstraße, auf der Rosenstraße zum Vaaßenweg und besonders auf dem Beginn der Hafelsstraße nahe Marienstraße Zebrastreifen gefordert.

Dorfplatz
Langjährig gehegter Wunsch des Fischelner Werberings und Fischelner Bürgervereins ist es, an der Kölner Straße zwischen WilhelmStefen-/Clemensstraße und der Anrather Straße einen größeren Platz, einen Dorfplatz, einzurichten. Das hat die BzV bereits 2015 mit einem Antrag an die Stadt bisher ergebnislos untermauert. Das Eckhaus zur Clemensstraße wurde jetzt abgerissen und soll durch einen Neubau bis zur Clemensstr. 19 ersetzt werden. Wie auf Plakaten zu erkennen ist, soll er bis zur bisherigen Baugrenze auf der Kölner Straße reichen wird. Würde er bis zur Flucht mit der Volksbank zurückspringen, wäre Raum für einen solchen Dorfplatz, und auch das Problem mit dem überfälligen behindertengerechten Umbau der dortigen Straßenbahnhaltestelle wäre gelöst. Hier die Frage an die Stadtverwaltung: Warum steuert die Stadt nicht nachhaltig und weitsichtig?

Anträge an die Stadt
Die BzV machte zum Jahresende einen „Kassensturz“ alter Anträge über erreichte und noch ausstehende Lösungen. Dabei fiel auf, dass noch einige Anträge zu Radwegen auf Lösungen warten, u.a.:

Wann wird mit dem Bau des Radwegs am Strümper Weg zwischen K-Bahn und Eisenbahn begonnen? Der Zustand des Radwegs an der Hafelsstraße zwischen Oberbruchstraße und Illerstraße ist derart schlecht, dass er eigentlich als verkehrsgefährdend gesperrt werden sollte. Wann wird dort saniert?

Der Radweg an der K-Bahn (Nerenbroicker Weg) geht stadtauswärts bis zum Fischelner Friedhof und biegt dann nach rechts in einem Bogen zurück um den Friedhof herum Richtung Kölner Straße. Eine weiterführende Verbindung Richtung Osterath fehlt. Von dieser genannten Rechtskurve aus fehlt ein kleines Stück bis Steinrath. Weiter Richtung Autobahn besteht zwar ein Feldweg. Allerdings ist er kaum passierbar. Würde er ausgebaut werden, entstünde zusammen eine verkehrsferne Radverbindung nach Meerbusch-Osterath. Warum ist das Projekt noch nicht angegangen und wann wird es realisiert?

Infos:
Das Fischelner Rathaus erhält in der 1. Kalenderwoche 2022 (3. bis 9.1.) eine Brandschutzmeldeanlage und ist während dieser Zeit komplett geschlossen.

Auf der Kölner Straße vor Haus 587 (vor Änderungsschneiderei VAVRA) soll eine Fahrradabstellanlage aufgebaut werden.Im Februar/März soll die Robine am Fischelner Rathausgarten vor dem Fahrradgeschäft gefällt, durch neue Bäume ersetzt und wohl auch der dortige Fußweg saniert werden. Auf der Kölner Straße sollen einige Bäume gefällt und ggf. durch kleinere ersetzt werden. Die Stadt baut ausschließlich Straßenbeleuchtung mit sparsamer LED-Technik aus, die zwischen 19 und 7 Uhr gedimmt werden. Die verwendeten Stahlmasten sind feuerverzinkt und halten über 50 Jahre.

Nächste Sitzung am 9. Februar 2022
Mögliche Themen: Bewegungsparcours im Stadtpark Fischeln, Unterflurcontainer, Radwege: (Neubau Strümper Weg und an K-Bahn nach Osterath sowie Sanierung u.a. Hafelsstraße. Quelle FiWo LN

6. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln

Zwei herausragende Themen prägten die Sitzung der Fischelner BzV in der Aula des MSM-Gymnasiums: Hochwasser in Krefeld und Fischeln sowie Beratungen zum städtischen Haushalt 2022.

Hochwasser
Das Hochwasser am 29. Juni 2021 hat in Fischeln, Krefeld und auch andernorts allerlei auch heftige Schäden verursacht. Es ist Ausdruck des menschengemachten und existenzbedrohenden Klimawandels.

Um zukünftig auf allen Ebenen besser gewappnet zu sein, hat Andreas Hoster vom Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) einen wegweisenden Vortrag gehalten. Besondere Beachtung dabei sind neben Wind und Sturm heftige Starkregen, das sind mehr als 40 Liter/m2 pro Stunde. Dabei sind die öffentliche Hand und der private Bereich gleichermaßen aufgerufen, ein Starkregenmanagement zu betreiben.

In Fischeln ist das Kanalnetz etwa doppelt so groß ausgelegt wie für den Normalbedarf nötig und dadurch leistungsfähig. Darüber hinaus gehende Regenmengen erfordern das Mittun der Bürgerschaft:
Dachentwässerung zum Versickern auch in den eigenen Garten hinein,
Garten und Hof mit Gefälle weg von Gebäuden und Terrassen, versiegelte Flächen der Natur zurückgeben, tieferliegende Versickerungsflächen anlegen usw.

Der KBK erstellt derzeit eine Starkregen-Gefahrenkarte mit einer Risikoanalyse, die bald veröffentlicht werden wird. Auf ihr werden alle in irgendeiner Art gefährdeten Gebiete der Stadt farbig markiert. Mit solchen Angaben können die Stadt für den öffentlichen Sektor und auch Bürger, Grundstückseigentümer, Krankenhäuser, Kindergärten usw. usw. darauf abgestimmte Sicherheitsvorbereitungen treffen.

Gleichzeitig räumte Andreas Hoster mit der in der Bevölkerung kursierenden Falschmeldung auf, der Starkregen am 29. Juni hätte deshalb überhöhte Schäden verursacht, weil im Kanalnetz einige Schieber und Ähnliches sich nicht öffneten. Das ist absolut falsch, so Andreas Hoster: Das Krefelder Kanalnetz hat keine Schieber. Die vorhandenen Rückhalteschächte und Becken waren im Nu vollgelaufen. Das war der Grund.

Beratungen zum Krefelder Haushalt 2022
Beim Festlegen des Krefelder Haushalts wirken beratend und entscheidend neben einigen Verwaltungsebenen und politischen Gremien auch die neun Krefelder BzV mit. Auffallend für Fischeln ist, dass manche bisher eingebrachten Anträge keinen Niederschlag im Haushalt finden. So fehlt im Bereich Zuwendungen für Jugendeinrichtungen freier Träger eine solche für das Jugendzentrum Stahlnetz. Für das Jahr 2024 sind 240.000 EURO für die Sanierung des Radweges an der Anrather Straße ortsauswärts vorgesehen, für den viel schlechteren Radweg an der Hafelsstraße ab Oberbruch oder für den seit Jahrzehnten angedachten neuen Radweg am Strümper Weg K-Bahn bis Bundesbahn sind leider keine Mittel vorgesehen.

Neben diesen genannten dringenden Wünschen hat die BzV Fischeln (teilweise erneut) folgende Anträge gestellt und ihre Verwirklichung beantragt:

– Beplanung des Bereichs zwischen den beiden Fischelner Stadtparkteilen: Sicherheit für Fußgänger, Parken für Radler und Pkw, Bau einer Mountainbikestrecke und Erweiterungsflächen für einen Hallenbadneubau des SV Neptun.
– Mehr Bäume für Fischeln (Nachpflanzungen usw.).
– Straßenbeleuchtung für die Königshofwiese zwischen Sporthalle und K-Bahn.
– Gehweg auf einen kleinen Teil der Straße Altmühlenfeld gegenüber der Fischelner Windmühle.
– Infrastrukturmaßnahmen auf Marienplatz: Stromkästen, Wasseranschlüsse und Toiletten.
– In Sporthalle Wehrhahnweg wieder Sport ermöglichen.
– Bürgersteig Hafelsstraße zwischen Rathausgarten und Marienplatz sanieren.
– Barrierefreiheit im Fischelner Straßenraum einrichten: Marien-/Hafelsstr.; Kölner/Wedelstr. sowie Kölner/Hafelsstr.
– Fußweg zwischen Willicher und Dohmenstraße nördlich der Wildkräutersiedlung auch für Radler zulassen.
– Im Fischelner Rathausgarten ein Schild aufstellen, das das dort bereits vorhandene Alkoholverbot visuell verdeutlicht.
– Bessere Pflege öffentlichere Flächen: Rathausgarten, Stadtpark Fischeln, Platz am Zunftbaum, Dreieck Schützenbaum Willicher/Dohmenstr.

Man darf gespannt sein, was die Stadt davon in den nächsten Jahren verwirklichen wird.

Bezirksbezogen Mittel
Die Stadt Krefeld hat für das nächste Jahr die Mittel, die die BzV in eigener Zuständigkeit vergeben können, von bisher gut 5.000 Euro nahezu verdoppelt. Folgende Institutionen können sich für ausgewiesen Projekte auf folgende Beträge vorläufig freuen:

– ASB 1.000 Euro: Atelier für Menschen mit Demenz.
– Kinderuni Zweistein 1.500 EURO: für Renovierung.
– Familienzentrum Krützboomweg 800 EURO: Aktion bunte Luftballons.
– GBV Fischeln 950 EURO: für Gartengeräte.
– Kinderkarneval Stahldorf 1.000 EURO: für Kinderkarnevalszug.
– Fischelner Werbering 1.500 EURO: für Baumpflanzungen Kölner Str.– GBV Fischeln 950 EURO: für Gartengeräte.
– Kinderkarneval Stahldorf 1.000 EURO: für Kinderkarnevalszug
– Fischelner Werbering 1.500 EURO: für Baumpflanzungen Kölner Str.
– Aktion 333 Bäume 700 EURO: für Baum/Bäume.
– Bürgerverein Fischeln 1.000 EURO: Wasserschäden an Archivarien beheben.

Quelle FiWo LN

Die 37. Sitzung der jetzigen BzV Fischeln am 18. August war zugleich die letzte der jetzigen Legislaturperiode 2014-2020 vor der Kommunalwahl am 13. September.

Coronabedingt fand sie erneut in der Aula des Fischelner MSMGymnasiums statt.

Tagesbetreuungsplätze für unter 6-Jährige
In Krefeld besteht dem Bedarf von 7.068 Plätzen, ein Bestand von 6.202 Tagesbetreuungsplätzen gegenüber. Demnach fehlen noch 866 Plätze. Die Versorgungsquote liegt für unter 2-Jährige bei 28,8%, für 2-Jährige bei 96,3%, für unter 3-Jährige bei 50,5% und für über 3-Jährige bei 94,6%. Fischeln hat einen Bestand von 37 U2-Plätzen, 143 Plätze für Dreijährige und 653 Ü3-Plätze. Die KiTa Krützboomweg wird demnächst um 55 Plätze erweitert, und langfristig ist für das neue Baugebiet FischelnSüdwest ein neuer Kindergarten am Weidenröschenweg vorgesehen.

Die einzelnen KiTas haben folgende Plätze jeweils für unter Zweijährige (U2), für Zweijährige (2) und über Dreijährige (Ü3): Grevenbroicher Str. 7/16/70; Krützboomweg 17/37/96; Niederbruchstr. 0/10/53; Remscheider Str. 7/20/74; Wilhelmstr. 6/8/69; Bonifatiusstr. 0/12/51; Bruderschaftsweg 0/12/67, Kölner Str. (evang.) 0/12/71; Jakob-Lintzen-Str. 0/4/26; Klein & Groß Kölner Str. 0/6/37; Wühlmäuse Wimmersweg 0/6/39.

Rheinbahngutachten für die K-Bahn
Die Düsseldorfer Rheinbahn AG will mit einigen Aktionen dazu motivieren, vom Auto auf ÖPNV umzusteigen, um die Umwelt zu entlasten, die Staus auf Straßen und Autobahnen zu verringern und die schwierige Parkplatzsituation in den Städten, speziell in Düsseldorf, zu mildern. Sie betreibt allerlei Bus- und Bahnverbindungen bis in Nachbarstädte hinein, so auch mit der K-Bahn von und nach Krefeld. Um erweiterte Angebote zu schaffen, muss sie die betroffenen Kommunen, so auch Krefeld, Neuss und Meerbusch, auch finanziell mit ins Boot zu holen.

Die Rheinbahn beabsichtigt bis 2030 für die K-Bahn:
– ab 2025/26 den Verkehrstakt von 20 auf 10 Minuten zu erhöhen;
– die Stationen behindertengerecht

zu modernisieren (so Dießem);

– alle Stationen mit genügend CarSharing auszustatten;
– alle Stationen mit Radstationen auszurüsten,
– an verschiedenen Stationen autonom fahrende Kleinbusse als Zubringer zu stationieren;
– die bereits bestehende Linie 82 Flughafen – Messe an den linken Niederrhein bis Lörick einschließlich einer neuen Rheinquerung zu verlängern und damit eine Verbindung Krefeld – Flughafen zu schaffen.

Bei allem muss bedacht werden, dass für Bahnen usw. sehr lange Bestellzeiten bestehen, sodass ein Einvernehmen mit den Kommunen rasch hergestellt werden muss. Darüber hinaus bilden die Strecken und Tunnel in Düsseldorf gewissen Grenzen des Wachstums.

Flurbereinigungsverfahren in Oppum/Fischelner Bruch
Im Fischelner Bruch bis Oppum beabsichtigt die Bezirksregierung in Düsseldorf auf vielerlei Wunsch hin, so auch vom Förderverein Fischelner Bruch, dort die verwinkelten Eigentumsverhältnisse neu zu ordnen. Dabei sollen das Wegenetz, die Radwegeverbindungen, Randstreifen, Bachuferbefestigungen und landwirtschaftliche Nutzung aufeinander abgestimmt, entzerrt und bestehendes Konfliktpotential zwischen Landwirtschaft, Ökologie und Erholung beseitigt werden. Vorhandene Wege sollen saniert werden. Die Maßnahmen sind mit 1 Mio. Euro veranschlagt, wobei 375.000 Euro die Stadt tragen wird.

Fahrradabstellmöglichkeiten in Fischeln
In Fischelns Zentrum fehlen großflächig Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Vorgeschlagen sind solche vor Kölner Straße 531 und 550 sowie neue an der Ecke Clemensstraße/Kölner Straße und ggf. Wedelstraße. Über Form, Anzahl und genauen Standort wird demnächst entschieden. Außerdem sind vor dem Freibad Neptun neue und bessere gewünscht, so zwischen Bad und Tennisclub auf dem ehemalige Betriebshof sowie gegenüber neben dem Autoparkplatz (die FiWo berichtete vor wenigen Monaten darüber). Vor allem sollen sie unbedingt die Möglichkeit bieten, die Räder diebstahlsicher abzuschließen, weil es dort vermehrt zu Fahrraddiebstählen kam.

Einbau Müll-Unterflurcontainer

Die Müllcontainer auf dem Marien-/Bunkerplatz sollen dort zum Ende der Umbauzeit des Bunkers entfernt und stattdessen an anderer Stelle Unterflurcontainer eingebaut werden. In Diskussion stehen drei Standorte; Wimmersweg zwischen Grundschule und Kindergarten, am Altmühlenfeld gegenüber der Mühle sowie Altmühlenfeld/Mühlenfeld/Kimplerstraße nördlich der zukünftigen Feuerwache (ehemaliger Verkehrsübungsplatz). Solche Unterflurcontainer sind im Besitz der Stadt. Etwaige neue Standorte wie hier in Fischeln-Mitte wird die Stadtverwaltung im Benehmen mit der BzV festlegen. Sie sind erheblich teurer als bisherige Sammelstellen. Das ist der Preis für das wilde Müllentsorgen an oberirdischen Containerstandorten.

Wünsche/Anregungen/Forderungen der Besucher

– Die Stadt sollte kurze Pressemitteilungen über den Sanierungsfortgang des Fischelner Rathauses herausgeben.
– Parallel zur Bebauung FischelnSüdwest sollten Infrastrukturmaßnahmen und Verkehrskonzepte realisiert werden und nicht nachher.
– Überbordender landwirtschaftlicher Schwerverkehr sollte aus Fischeln-Zentrum (Rosen-, Anrather und Willicher Str.) herausgehalten und im selben Bereich zusätzlich der allgemeinen Raserei ein Ende gemacht werden.
– Die halb entfernte Hecke im städtischen Besitz Willicher Str./Hanninxweg entwickelt sich zu einer Müllkippe. Damit das aufhört, muss sie schnellstens entfernt werden.
– Weitere Hundekotbeutelstationen werden für den K-Bahnweg gewünscht.
– Bäume sollen vor Kölner Straße 596 und 585 nachgepflanzt werden.

Kurzinfos und Termine:

– Wann das Fischelner Rathaus geöffnet wird, ist noch unklar, ebenso, ob und wann dort Trauungen stattfinden können.

– Stadtradeln 31. August – 20. September 2020.
– 1. September Erörterungstermin zur von der Bahn vorgesehenen Schließung des Bahnübergangs Steinrath/Fischelner Bruch – Függershofweg nach Bösinghoven.
– Kommunalwahl 13. September 2020.
– Europäische Mobilitätswoche in Krefeld 16. – 22. September 2020.
– Mögliche Stichwahl für den Oberbürgermeister 27. September 2020.

Am Ende der Sitzung verabschiedeten sich die Mitglieder, die für die Neuwahl am 13. September nicht mehr kandidieren: Benedikt Lichtenberg, Daniela Stiegler und Verena Pesch von der CDU, Karin Lattrich von der AfD und Karsten Ludwig von den Grünen. Außerdem tritt Karl-Heinz Renner von den Grünen nicht mehr zur Wahl an. Vorher bedankte sich Jürgen Oppers (SPD) bei Benedikt Lichtenberg (CDU) für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit einer Flasche Rotwein in den Farben seiner SPD.

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