Mundartabende 2011

Mundart aus Fischeln: Dreimal ausverkauft
Jubiläumsprogramm mit Lachsalven ohne Ende

Auftakt: Zur 25. Veranstaltung des Mundartabends „Och wir kalle platt“ intonierte die Band „Schäng Blasius Flönz Rakete“ zunächst mal einen zünftigen Festmarsch und schon war man mittendrin in fast drei Stunden Klamauk, Fucki, necke Vertell und gute Laune. Das alles in bester föschelscher Mundart. Angeführt vom Baas Wolfgang Müller sorgten fünf weitere Mundartexperten dafür, einen Abend lang alle Sorgen zu vergessen. Das Konzept ging sogar so erfolgreich auf, dass Müller die Gäste im Saal Gietz aufforderte: „Bluoß buute nix vertelle, sons wird dat hei en beddsche unkommod.“ Zur fast überregionalen Beliebtheit der Veranstaltung trägt die Haus & Hof-Kapelle „Schäng Blasius“ natürlich mächtig bei. Ihre Mundartlieder und Balladen sind eben authentisch für den Niederrhein. Es sind die Alltäglichkeiten, die die Plattkaller vom Fischelner Bürgerverein auf die Schüppe nehmen, wie der Mann, der sich partout keine Payback-Karte aufdrängen ließ. Oder wie lang es dauern kann, wenn die Ehefrau ruft: „In fünf Minuten bin ich fertig!“ Der „Halbtote“, der sich auf der Fahrt nach Willich in Höhe der Arabica-Bar fast zu Tode erschrocken hatte, weil es im aufgeladenen Sarg schnarchte.

 

Nach einer tollen Jubiläumspremiere freuten sich (v.l.) Bernd Weiergräber, Annelie Wellmann, Christel Holzapfel, Rosi Zober, Heinz Josef Hüttenes und Wolfgang Müller über den Erfolg des Fischelner Mundartabends

 

 


Herrlich das „Tröte Duo“ Wolfgang Müller und Heinz Josef Hüttenes. Ohne einen Ton zu spielen, gaben die Beiden erlebte „Stöckskes“ zum Besten. Besinnlich hinterfragte Annelie Wellmann, ob nicht früher alles besser war und erzählte von dem Erlebnis mit „dä spanische Steck“. Wie es beim Grillen in deutschen Familien zugeht, brachte Bernd Weiergräber auf den Punkt und nahm das Publikum noch mit an Bord zu Stewardess Jutta Meuskes, die mit dem Servierwagen so ihre Schwierigkeiten hatte. Über Doppelnamen wie „Ferkes – Kopp“ wunderte sich Rosi Zober. Christel Holzapfel berichtete wie Berni „Äerjer möt de Polzee“ bekam und am Ende selbst ein Knöllchen wegen mit ohne Gurt kassierte. Die beiden Damen kamen dann noch einmal als Putzfrauen Berta & Trina auf die Bühne. Einfach unnachahmlich genial, auch wegen der vergessenen Brille von Berta. Neu im Team und stürmisch begrüßt:“Struppi“, der erste Vogel, der Mundart spricht.

Und so hatten sich Wolfgang Müller & Struppi allerhand Mäuzkes zu erzählen. Unterricht in Rechtschreibung gab Heinz Josef Hüttenes: „Was man anfassen kann, schreibt man groß!“ Im Sommer kann man den Ofen anfassen, also großes „O“, aber kleines „o“ im Winter? Auch dass alle Hunde „Der-tut-janix“ heißen und vom fast adeligen Herrn „von der Söck“ uut de Hick Soßeietie erfuhren die Gäste von ihm. Es gäbe noch viel, viel mehr über den Mundartabend zu berichten, denn … eine Lach- und Klatschsalve jagte die Nächste. Das Ganze souverän mit spontanem Witz, lockeren Sprüchen und lustigen Bonmots in Szene gesetzt von Wolfgang Müller. TIPP: Für 2012 vormerken!
FiWo Nr. 16, 23.04.2011

 






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