Arbeitskreis Heimat

Wie alles begann...

Woher des Wegs - wohin?

Diese Frage stellten sich Marianne Werthmann und einige ortskundige Mitbürger kurz nachdem M. Werthmann den Vorsitz des Bürgervereins Krefeld - Fischeln e.V. übernommen hatte. Die Resonanz war positiv, so dass sich spontan 10 Bürger bereit erklärten, Geschichte und Brauchtum Fischelns zu erforschen, Dokumente zu sammeln und für spätere Zeiten zu bewahren.
Dies führte am 21.Mai 1992 zur Gründung des „Arbeitskreises Heimat" (AKH) im Bürgerverein Krefeld-Fischeln e.V.

Mit bescheidenem Bestand an Unterlagen und Bildern ging man an die Arbeit, aber bereits im nächsten Jahr gelang dem AKH ein spektakulärer Erfolg. Der AKH gelangte in den Besitz einer Kopie der Schenkungsurkunde des Bischofs von Utrecht an Frau Nevelong, in der 943 Fischeln erstmals Erwähnung fand. Übersetzung und Gutachten bestätigten, dass es sich um unser Fischeln handelte.

Das war Ansporn genug, nun auch an die Öffentlichkeit zu gehen. So konnte u.a. diese Urkunde zusammen mit Fotos, Dokumenten und einem Schmalspurfilm vom alten Fischeln im Rahmen einer Ausstellung im Clemenssaal am 29.0ktober 1993 vorgestellt werden.

Hans Brocker und Burkhard Banniza brachten ihre teils umfangreichen Sammlungen ein, aus welchen dann das Buch „Fischelner Bilder, Band 2" zusammengestellt und am 23.November 1993 veröffentlich werden konnte.

Die fleißigen Sammler des AKH verfügten bald über so viele Unterlagen wie Akten, Fotos, Urkunden etc., dass dafür dringend eine Bleibe gefunden werden musste. Nach einigen Anläufen bot sich durch die Verlagerung des Jugend-Leseraums der Stadtbücherei im Fischelner Rathaus-Souterrain eine geeignete Möglichkeit an. Durch Unterstützung des Leiters der Bezirksverwaltungsstelle, Herrn Ruland, konnte der Raum in Eigenleistung überarbeitet und zur Aufnahme eines Heimatarchivs hergerichtet werden. Anfang April 1995 konnte das vorhandene Material in gespendeten Regalen und Schränken archiviert werden.

Für die Mitglieder des AKH begann mit dem Anlegen eines Findbuches die eigentliche Archivarbeit, die bis zum heutigen Tage noch nicht abgeschlossen werden konnte, da immer wieder neue Dokumente gespendet und zusammen getragen werden. Inzwischen sind es bereits einige tausend Fotos, Akten, Broschüren, Vereinsgeschichten und Alltagsgegenstände, die z.B. vom 5000 Jahre alten Steinbeil bis zur Paradeuniform eines Fischelner Schützenkönigs reichen.

Aber auch im Ort sind die Spuren des AKH nicht zu übersehen. So wurde 1996 das alte Steinrather Glöckchen in der neuen Trauerhalle des Friedhofs aufgehängt und mit einer Erinnerungstafel versehen, 1997 das Altenheim Sassenhof mit Bildern aus dem alten Fischeln verschönert, das große Fest mit Ausstellung aus Anlass des 100jährigen der K-Bahn 1998 organisiert, das Buch von Heinz Hüttenes „Schienengeschichte(n)" herausgegeben und nicht zuletzt 1997 die Installation des Zunftbaumes vollendet.

 




 

Tabellarische Übersicht

  Aufbau des Archivs des Bürgerverein Fischeln  
1992  Gründung des Arbeitskreises Heimat.
Von da ab wurden Dokumente, Fotos, Karten, Vereinsdaten usw. gesammelt. Zunächst wurde alles privat auf Speichern, in Garagen usw. gelagert.  
1993  Der AKH gelangte in den Besitz einer Kopie der Schenkungsurkunde des Bischofs von Utrecht an eine Frau Nevelong, in der 943 Fischeln erstmals Erwähnung fand. Im Oktober fand dann eine Ausstellung im Clemenssaal statt, in der diese Urkunde, ein Schmalspur- Film und erste Dokumente gezeigt wurden. H.Brocker und B.Banniza brachten ihre eigenen umfangreichen Sammlungen ein, aus welchen dann der 2.Teil der Fischelner Bilder entstand, der am 23. November
öffentlich vorgestellt wurde.  
1994  Am 07.12.1994 gelang es nach vielen Gesprächen mit der Stadt die Kellerräume im Rathauskeller für die Errichtung eines Archivs zu bekommen.  
1995  Die Räume wurden in Eigenarbeit entrümpelt u. renoviert. Es wurden Leitungen, Steckdosen und Teppichboden verlegt. Schränke wurden organisiert und die eingelagerten Schätze kamen alle zum Rathaus, die Archivierung begann. Es wurde ein Findbuch angelegt. 
1996  Durch Aufrufe in den Zeitungen kamen allmählich aus der Fischelner Bevölkerung die ersten Dokumente. Das alte Steinrather Glöckchen, das an der alten Trauerhalle hing, wurde beim Abriss der Trauerhalle vom AKH sichergestellt, überarbeitet und in der neuen Trauerhalle mit Bronzeschild aufgehängt. Es hängt an der linken Innenwand.  
1998  Im Rahmen von Fischeln Open stellte sich der AKH ebenfalls vor. Durch die Fa.Glas Dostert und dem Fischelner Werbering kam der AKH an eine große Glasvitrine, die damals im Foyer des Rathauses für die Öffentlichkeit stand. Durch Sponsoring von Werbering und Fa. Dostert ging die Vitrine im Wert von 2200 € dann für 700 € in den Besitz des BV über und steht heute im Archiv.Im gleichen Jahr feierte man das 100jährige Bestehen der K-Bahn. Aus diesem Anlass gab es eine Ausstellung im Fischelner Bahnhof, mit einem festlichen Nachmittag auf dem Parkplatz vor dem Fischelner Bahnhof.  
1999  Auf einem Feld südlich der Strasse Langendonk, fand ein Ehepaar ein Steinbeil aus dem 3. Jahrtausend vor Christi. Das Steinbeil ging zunächst an das Linner Museum und wurde dort begutachtet und zertifiziert. Durch viele Interventionen bekam der AKH diese Beil für das Archiv.  
2000  Der Zugang an Material wird immer mehr.
Im Oktober besteht der BV 25 Jahre und die Bahnverbindung nach Krefeld-Fischeln besteht 100 Jahre. Aus diesem Anlass veranstaltet der AKH mit den SWK eine Ausstellung im Archiv. Die benötigten Ausstellungsvitrinen werden durch die Schreiner im AKH gebaut und gespendet.  
2004  In diesem Jahr landete der AKH einen Glückstreffer. Frau Gatzen überließ dem Archiv die gesamte Ausgabe des Sonntagsblattes bzw. Fischelner Woche. Die Zeitungen waren in einem schlechten Zustand. Die Älteste war von1898. Es waren 91 Jahrgänge. Insgesamt also 4000 Zeitungen. Alle wurden geglättet, geklebt und dann gebunden. Eine Arbeit, die sich über 3 Jahre hinzog. Um die Kasse des BV zu schonen, wurde zu Spenden aufgerufen. Jeder Spender bezahlte 25 € und bekam in den von ihm bezahlten Jahrgang eine Widmung. Die Clemens Bruderschaft unterstützte ebenfall diese Aktion. So wurde der BV überhaupt nicht belastet. Diese gebundenen Jahrgänge sind ein hervorragendes Nachschlagewerk.  
2006  Der AKH veranstaltet am 5.11. 2006 einen Tag der offenen Tür. Mit großem Erfolg. Der Besucherstrom reißt den ganzen Tag nicht ab. Selbst OB Katstede ist unter den Besuchern.  
  WoMü 2009  

 






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