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Sitzung der Bezirksvertretung
Bericht von der 13. Sitzung der Bezirksvertretung
(BzV) Fischeln am 22. November 2011
Die 13. Sitzung der BzV Fischeln stand im Rahmen ihrer mitwirkenden
Beratung unter dem besonderen Zeichen der zzt. Laufenden Diskussion der politischen Gremien über den städtischen Haushalt 2012. Die Kritik an den Maßnahmen reichte wegen vieler Kürzungen von sozial unausgewogen mit einseitigen Belastungen der Bürger bis hin zu sozial ausgewogen mit verantwortlichem Handeln in Zeiten der Geldknappheit beim Staat. Als Änderung erwünschte sich die BzV drei herausragende Maßnahmen, die mit besonderen Anträgen der Linken, der Grünen und der SPD untermauert wurden:
1. Die Sanierung der Kölner Straße im Ortskern sollte teilweise bereits 2012 erfolgen. 2. Das Fischelner Rathaus sollte einen außenliegenden Fahrstuhl erhalten, damit Schwerbehinderten der Zugang zu den Servicestellen ermöglicht wird.
3. Der Verbindungswege zur Bezirkssportanlage und der Radweg an der südlichen Seite der Untergath sollten beleuchtet werden. Mit diesen drei Zusätzen wurde dem Krefelder Haushaltsentwurf 2012 bei einer Enthaltung zugestimmt.
Sanierung der Kölner Straße zwischen Eichhorn- und Hafelsstraße:
Von verschiedenen Fachleuten der Verwaltung wird der Zustand der Kölner Straße zwischen Eichhorn und Hafelsstraße als nicht mehr verkehrssicher eingestuft. Deshalb sollte deren für 2013 vorgesehene Grundsanierung sofort erfolgen und teilweise ins Jahr 2012 vorgezogen werden. Über den Planbetrag von 500.000 EURO hinausgehende gestalterische Maßnahmen könnten dann im Jahr 2013 erfolgen. Mit den Stimmen von Grünen, SPD und Linken wurde der Antrag angenommen.
Barrierefreiheit des Fischelner Rathauses
Zum Hundertjährigen des Fischelner Rathauses wurde es aufwendig saniert und vor gut einem Jahr gebührend gefeiert. Aus Kostengründen wurden damals ein barrierefreier Zugang für Rollstuhlfahrer und die Sanierung der Toiletten ausgeklammert. Noch immer müssen Gehbehinderte auf der Hofseite schellen, ihre Wünsche unter freiem Himmel vorbringen und dort auf Erledigung warten. In einem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und Linken wird nun gefordert, diese Maßnahmen alsbald durchzuführen. Danach sollen in 2012 für 170.000 EURO eine hofseitiger, außenliegender Fahrstuhl gebaut und in 2013 die Toiletten saniert werden. Nach eingehender Diskussion wurde dem Antrag einvernehmlich zugestimmt.
Neue Beleuchtung für Verbindungswege
Die BzV stimmte einvernehmlich einem Antrag zu, im Rahmen des vorgesehenen „Erneuerungsprogramms für Straßenbeleuchtung“ auf den Verbindungswegen zwischen Kneinstraße und der Bezirkssportplatzanlage Fischeln sowie auf dem Fuß-/Radweg auf der südlichen Seite der Untergath zwischen Siemesdyk und Am Herbertzhof Beleuchtungen zu errichten.
Erneuerungsprogramm für Straßenbeleuchtung
In den nächsten Jahren wird die Stadt Krefeld Lichtpunkte, die älter als 38 Jahre sind, für rund 37,5 Mio. EURO mit Kostenbeteiligung der Anlieger auswechseln. Betroffen sind 12.400 Leuchtstellen. Die Fischelner Woche berichtete darüber. In der jetzigen Planungsphase werden die Lampentypen bestimmt. Die Fischelner BzV hat sich für dekorative Zylinderleuchten mit kleinem Schirm im oberen Glasteil ausgesprochen (B6 für Haupt- und C6 für Anliegerstraßen). Von diesen Typen wird immer dann abgewichen, wenn im Straßenzug noch gute Lampen mit anderem Design stehen.
30-km-Zone auf der Kölner Straße
Nach langer Diskussion mit Bürgerbeteiligung möchte die BzV einvernehmlich, dass auf der Kölner Straße von der Untergath bis zur Südschule durchgehend eine 30-km-Zone ungestückelt eingerichtet wird. Sollte die Stadt dazu nicht bereit sein, müsste zumindest auf dem Teilstück zwischen Markuskirche und Vulkanstraße eine solche Zone entstehen, weil in dem Bereich mehrere Schulen, zwei Kindergärten und eine Sportanlage liegen.
30-km-Zone auf der Willicher Straße
Die BzV hat einstimmig einen Antrag verabschiedet, dass die Stadt auf der innerörtlichen Willicher Straße ab der Clemensstraße bis zum Ortsschild eine 30-km-Zone einrichten soll, weil dort die Straßenführung eng und verwinkelt ist.
Umbau des städtischen Kindergartens Grevenbroicher Straße
Mit dem vorgesehenen Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren muss der 1974 errichtete KiGa von 3 auf 5 Gruppen erweitert werden. Dazu werden für rund 765.000 EURO in der eingeschossigen, teilunterkellerten Kindertageseinrichtung viele Vor- und Rücksprünge nach außen hin begradigt und dadurch zusätzlich 187 qm Fläche geschaffen. Die Bauzeit bei einer Komplettauslagerung beträgt ein halbes Jahr.
Einwohnerfragestunde
Miriam Schiffer vom MSM-Gymnasium bemängelte den schlechten Zustand des Fuß- und Radwegs an der Johannes-Blum-Straße und bat um Reparatur. Vor mehreren Monaten hat sich am Niederbruch eine Interessengemeinschaft mit ihrem Sprecher Lars Lorberg gegründet, die die Verhältnisse im Bereich des Übergangsheims am Siemesdyk beklagt. Dabei sind Ruhestörung und Sicherheitsaspekte von herausragender Bedeutung. Aus Beobachtung und aus umfangreichem Schriftverkehr mit der Verwaltung ist bei der Gruppe der Eindruck entstanden, dass Überbelegung, schnelle Wohnwechsel und das stillschweigende und unerlaubte Umfunktionieren vonseiten der Stadt von einem Heim für Aussiedler hin zu einem Asylantenheim die äußeren Gründe für die Unannehmlichkeiten für die Nachbarschaft sind.
Sonstiges
Die BzV ist damit einverstanden, dass die hinten liegende Remise des Gebäudes Rosenstraße 21 in die Denkmalliste von Krefeld aufgenommen wird. Sie ist als Baudenkmal von Bedeutung, weil sie vor 1830 errichtet worden ist. Auch gab es keine Einwendungen dagegen, dass das Anwohnerprivileg mit der Parkscheinregelung auf der Burgersstraße in Stahldorf auf Wunsch der Anlieger aufgehoben wird. Für 2.800 Euro aus dem Haushalt 2011 soll die Grünfläche im Kreisverkehr auf der Kölner Straße am Ortsrand gärtnerisch-attraktiv umgestaltet werden. LN
FiWo 03.12.2011









